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EuropaMittwoch, 7. Oktober 2026

Neue Eurostat-Zahlen: 5,3 Prozent mehr Buchungen über Airbnb & Co

Die Nachfrage nach Ferienwohnungen über Plattformen wächst in der EU weiter. Deutschland liegt über dem Schnitt, Österreich verliert leicht.

Das EU-Statistikamt Eurostat hat am 2. Oktober 2026 neue Zahlen zur Kurzzeitvermietung veröffentlicht. Zwischen April und Juni 2026 verbrachten Gäste in der EU insgesamt 258,8 Millionen Nächte in Unterkünften, die über Airbnb, Booking oder Expedia gebucht wurden. Das sind 5,3 Prozent oder 13,1 Millionen Nächte mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 beträgt das Plus sogar 23,9 Prozent.

Deutschland wächst, Österreich schwächelt

Für die einzelnen Länder fällt das Bild unterschiedlich aus. Laut dem Fachmagazin etailment, das die Eurostat-Daten ausgewertet hat, stiegen die gebuchten Übernachtungen in Deutschland um 6,3 Prozent und damit stärker als im EU-Schnitt. In Österreich gab es dagegen ein Minus von rund 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Schweiz ist als Nicht-EU-Land in dieser Statistik nicht enthalten.

Die beliebtesten Regionen liegen weiterhin im Süden. Bei den regionalen Daten, die bis zum ersten Quartal 2026 reichen, führen die Kanarischen Inseln und die französische Region Rhône-Alpes mit je 8,8 Millionen Nächten, knapp vor Andalusien mit 8,3 Millionen. Unter den zehn stärksten Regionen sind fünf in Spanien, drei in Frankreich und zwei in Italien.

Was heißt das für euch?

Die Zahlen zeigen: Gäste buchen Ferienwohnungen über Plattformen immer häufiger. Das ist eine gute Nachricht für alle, die neu einsteigen oder ihr Angebot ausbauen wollen. Gleichzeitig sind EU-Durchschnittswerte nur ein grober Trend. Entscheidend ist, wie es in eurer Stadt und eurem Viertel aussieht. Prüft vor einer Investition deshalb immer die lokale Nachfrage, Preise und Auslastung, zum Beispiel mit einem Analyse-Tool.

Mehr Buchungen bedeuten auch mehr Aufmerksamkeit von Städten und Behörden. Haltet eure Registrierung und Genehmigungen aktuell und lasst Details im Einzelfall rechtlich und steuerlich prüfen.

Kurz notiert

Die Eurostat-Daten stammen direkt von den Plattformen. Seit Mai 2026 regelt eine EU-Verordnung zudem, dass Airbnb & Co regelmäßig Daten zu Unterkünften an die Behörden übermitteln. In Deutschland läuft das über die Bundesnetzagentur.

Den richtigen Markt finden

In Modul 3 zeigen wir dir, wie du mit einer Marktanalyse herausfindest, ob sich eine Wohnung in deiner Stadt für die Kurzzeitvermietung lohnt.

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