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Ferienwohnung einrichten: Die komplette Checkliste

Was muss in eine Ferienwohnung, damit Gäste sich wohlfühlen und gute Bewertungen schreiben? Unsere Liste Raum für Raum, aus der Einrichtung von rund 30 Wohnungen.

Die Einrichtung entscheidet zweimal über deinen Erfolg: zuerst auf den Fotos, wenn Gäste sich zwischen dir und zehn anderen Inseraten entscheiden, und dann vor Ort, wenn sie ihre Bewertung schreiben. Wir haben seit 2018 viele Wohnungen eingerichtet und renoviert. Diese Checkliste ist das, was sich dabei bewährt hat.

Die Grundregel: robust, einfach, einheitlich

Eine Ferienwohnung ist kein Zuhause. Sie wird von vielen verschiedenen Menschen benutzt und nach jedem Aufenthalt in kurzer Zeit gereinigt. Deshalb gilt:

  • Robuste Materialien, die Flecken und Kratzer verzeihen, zum Beispiel abwaschbare Wandfarbe und pflegeleichte Böden.
  • Lieber weniger Deko als zu viel. Jedes Teil muss bei jeder Reinigung abgestaubt werden.
  • Einheitliche Bettwäsche und Handtücher in Weiß. Sie lassen sich zusammen waschen und bleichen, und Gäste empfinden Weiß als sauber.
  • Alles doppelt oder dreifach: Pro Bett mindestens drei Sätze Bettwäsche, damit immer einer in der Wäsche, einer im Schrank und einer auf dem Bett ist.

Schlafzimmer

  • Gute Matratze und Matratzenschoner. Schlechter Schlaf ist einer der häufigsten Gründe für schlechte Bewertungen.
  • Je zwei Kopfkissen pro Person, am besten ein weiches und ein festes
  • Verdunkelungsvorhänge oder Rollos
  • Nachttisch mit Lampe und Steckdose oder USB-Ladeanschluss auf jeder Bettseite
  • Platz für Koffer und ein paar leere Kleiderbügel
  • Zusätzliche Decke im Schrank

Bad

  • Pro Gast ein großes und ein kleines Handtuch, dazu eine Badematte
  • Föhn
  • Seife, Duschgel und Shampoo, gerne in nachfüllbaren Spendern statt Einzelfläschchen
  • Genug Toilettenpapier, plus Reserve, die Gäste selbst finden
  • Mülleimer mit Deckel, Klobürste, Ablage für Kosmetik

Küche

Gäste kochen mehr, als man denkt, besonders Familien und bei längeren Aufenthalten. Eine halb ausgestattete Küche fällt sofort negativ auf.

  • Geschirr, Gläser und Besteck für die maximale Gästezahl, besser ein paar Teile mehr
  • Zwei bis drei Töpfe, eine beschichtete Pfanne, Schneidebrett und ein wirklich scharfes Messer
  • Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster
  • Grundausstattung: Salz, Pfeffer, Öl, Zucker, Kaffee und Tee für den ersten Morgen
  • Spülmittel, Schwamm, Geschirrtücher, Müllbeutel
  • Wenn Platz ist: Spülmaschine. Gäste schätzen sie, und die Reinigung geht schneller.

Wohnbereich

  • Bequemes Sofa mit pflegeleichtem, möglichst abziehbarem Bezug
  • Fernseher mit Zugang zu Streaming-Diensten
  • Esstisch mit genug Stühlen für alle Gäste
  • Gutes Licht: neben der Deckenlampe mindestens eine warme Steh- oder Tischlampe
  • Steckdosen dort, wo Gäste Laptop und Handy laden wollen

Technik und Check-in

  • Schnelles, stabiles WLAN mit Name und Passwort gut sichtbar in der Wohnung. Für viele Gäste, die auch arbeiten, ist das ein Muss.
  • Selbst-Check-in über ein elektronisches Türschloss oder eine Schlüsselbox. Das spart dir Zeit und Gästen Wartezeit.
  • Eine Gästemappe, gedruckt oder digital: WLAN, Hausregeln, Müll, Heizung oder Klimaanlage, Check-out, Notfallnummer, Tipps für die Umgebung
  • Wo erlaubt, ein Geräuschmesser, der nur die Lautstärke misst und nichts aufzeichnet. Er hilft, Partys früh zu erkennen. Kameras haben im Inneren der Wohnung nichts zu suchen.

Sicherheit

  • Rauchmelder in Schlafräumen und Fluren, je nach Land auch Pflicht
  • Kohlenmonoxidmelder, wenn es eine Gasheizung, einen Gasherd oder einen Kamin gibt
  • Feuerlöscher oder Löschdecke in der Küche
  • Erste-Hilfe-Set
  • Fluchtweg und Notfallnummern in der Gästemappe

Für dich: der Eigentümerschrank

Richte einen abschließbaren Schrank oder Abstellraum ein, auf den nur du und dein Reinigungsteam Zugriff haben. Dort lagern Ersatzwäsche, Verbrauchsmaterial, Reinigungsmittel und Werkzeug. So muss für jeden Aufenthalt nichts angeliefert werden, und die Reinigung kann alles sofort nachfüllen.

Die typischen Fehler

  • Zu billig eingekauft: Wackelige Möbel und kratzige Handtücher landen in den Bewertungen und müssen ohnehin bald ersetzt werden.
  • Zu teuer eingerichtet: Designerstücke rechnen sich bei Ferienwohnungen selten und leiden schnell.
  • Persönliche Gegenstände: Fotos und Erinnerungsstücke wirken auf Gäste eher wie „bei jemandem zu Besuch“.
  • Fotos vor der Einrichtung: Fotografiere erst, wenn alles fertig ist, bei Tageslicht und am besten mit einem Profi. Die Fotos sind dein wichtigstes Verkaufsargument.

Fazit

Eine gute Ferienwohnung muss nicht teuer sein, aber durchdacht. Denk bei jedem Teil an drei Fragen: Hilft es dem Gast? Übersteht es viele Aufenthalte? Lässt es sich schnell reinigen? Wenn du alle drei mit Ja beantwortest, gehört es in die Wohnung.

Von der Wohnung zum gefragten Inserat

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